Sendereihe des Senders Freies Berlin1973–2003
Hier spricht Radio Tyrus.
Was wäre, wenn es zur Zeit der Bibel schon Radio gegeben hätte? Berliner Journalistinnen und Journalisten berichten live aus Jerusalem, Bethlehem und dem Reich der Pharaonen – mit Reportagen, Interviews, Nachrichten und Hörerstimmen. Kein Hörspiel herkömmlicher Art, sondern gründlich recherchierte Zeitbilder.
Zur Passions- und Osterzeit · Vol. 1
Chronik eines angekündigten Todesurteils
Sendung der Woche · Vol. 2
König David: Ein Volk – ein Reich – ein Führer
Sendung der Woche · Vol. 8
Johannes der Täufer – Tod eines Propheten
Sendung der Woche · Vol. 9
Jakob und Esau – Der gestohlene Vatersegen
Das Konzept
Ein fiktiver Sender in der phönizischen Hafenstadt Tyrus
Seit 1973 machte in Berlin eine Sendereihe mit den Mitteln aktueller Rundfunk-Berichterstattung eine Welt lebendig, die seit Jahrtausenden vergangen ist: die Welt der Bibel. Die Produzenten waren keine Kirchenleute oder Theologen, sondern Journalisten, Autoren und Kritiker, die sonst an führender Stelle aus Politik, Kultur und Gesellschaft berichteten.
Tyrus liegt nahe an den Stätten des biblischen Geschehens, seine Bewohner gehören aber einer anderen Kultur und Religion an. So berichten die Reporter immer aus einem gewissen Abstand – die Vorgänge erscheinen ihnen fremd, wie dem heutigen Bibelleser auch.
Mehr als ein Hörspiel
Gründlich recherchiert, live erzählt
Radio Tyrus ist kein Bibel-Hörspiel mit Drehbuch. Hinter jeder Sendung stand eine lange Recherche: nicht nur über die religiösen und gesellschaftlichen Verhältnisse jener Zeit, sondern auch über viele praktische Einzelfragen. Wie sah der Fischerort Kapernaum nach den Erkenntnissen der Archäologie aus? Wie schminkten sich die Frauen am Hof Salomos? Was aß und trank man bei einem Fest zur Zeit Abrahams? Wie weit war die Medizin, als Jesus Kranke heilte?
Grundlage war der jeweilige Stand der Forschung – bis hin zur Frage, was sich historisch belegen lässt und was nicht. Jede und jeder Beteiligte bereitete sich selbstständig auf die eigene Rolle vor. Der Produktionsplan legte nur die Reihenfolge der Auftritte und die Geräuschkulisse fest, alles andere entstand live vor dem Mikrofon.
Nach den CD-Beiheften „Hier spricht Radio Tyrus“.
… all das sorgsam recherchiert auf dem Boden heutigen Wissens, wie es damals gewesen sein könnte.
Die Presse, „Wenn Bücher klingen“, 2000, über „Salomo und die Königin von Saba“ Historisch korrekt, spannend, lehrreich und unterhaltsam
Andreas Markt-Huter über die Weihnachts-CD, Tiroler Bildungsservice (lesen.tibs.at)(öffnet in neuem Fenster), 2006 Alle Sendungen von Radio Tyrus waren extrem detailreich: Was die Menschen in den verschiedenen Regionen des römischen Reiches aßen, wie sie sich kleideten, wie sie sprachen oder aussahen: Alles wurde von den Berliner Reportern recherchiert
Deutschlandfunk Kultur(öffnet in neuem Fenster), 2019 Dabei entstehen nicht Bibel-Hörspiele herkömmlicher Art, sondern historisch sehr genaue Zeitbilder auf dem aktuellen Stand der Forschung.
Beschreibung der CD-Reihe beim Label Bear Family Records(öffnet in neuem Fenster)
Neun Live-Reportagen
Drei Epochen, neun Sendungen
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um 1800 v. Chr.
Zeit der Erzväter
Nomadenlager, Linsengericht und ein Aufstieg am Hof des Pharao: Reportagen aus der Welt von Abraham, Jakob, Esau und Joseph.
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um 1000 v. Chr.
Königszeit Israels
Die Bundeslade zieht in die neue Hauptstadt Jerusalem, Salomo empfängt die Königin von Saba: das Reich Davids und Salomos auf Sendung.
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Augustus bis Pilatus
Zeitenwende
Von der Volkszählung in Bethlehem bis zum Prozess vor Pontius Pilatus: vier Sendungen aus der Zeit Jesu.
Pressestimmen
Das war ein schönes und eindrucksvolles Beispiel für das, was Hörfunk vermag, wenn er Geschichte mit aktuellen Mitteln transponieren will.
Meilenweit entfernt von jeder erbaulichen Biederkeit und bekehrend erhobenen Zeigefingern bekommt die Bibel eine phantastische Lebendigkeit.
Eine erfreulich unverkrampfte Mischung aus Bibelkunde und parodistischer Selbstreflexion des Mediums Radio und seiner Vermittlungsformen.

Eine Hommage
Manfred Voegele
Rundfunkjournalist – und der Kopf hinter Radio Tyrus. Er verantwortete Konzept, Recherchen und Regie der Sendereihe und saß selbst als Studiogast im fiktiven Studio in Tyrus.











