Worum es geht
Der Prozess gegen Jesus von Nazareth in einer Live-Sendung aus dem Jahre 32 nach Christus. In Reportagen, Studiogesprächen und Korrespondentenberichten werden die Stunden des Vormittags an jenem ersten Karfreitag lebendig, an dem jüdische Behörden und der römische Statthalter Pontius Pilatus das Todesurteil über Jesus von Nazareth fällten.
Als Jesus zum Passahfest nach Jerusalem kommt, empfangen ihn seine Landsleute aus Galiläa mit einem übermütigen Triumphzug. Mehr als hunderttausend Pilger sind aus allen Teilen des Römischen Reiches angereist, um das größte jüdische Fest in der Heiligen Stadt zu feiern. Eine Woche lang verkündet ihnen Jesus seine Botschaft von der Liebe Gottes, ständig bewacht von Spitzeln der jüdischen Glaubensbehörde. Sie suchen nach Beweisen, um den unbequemen Prediger als Ketzer anzuklagen. Jesus stellt sich der Konfrontation: In einer drastischen Symbolhandlung fällt er über den Kultwaren-Markt des Tempels her und vertreibt die Händler aus dem Heiligtum. Die jüdische Führung fürchtet, der Armenprediger aus Nazareth könnte zur Leitfigur aller Unzufriedenen im Land werden und die schwierige politische Balance mit der Römischen Besatzungsmacht gefährden. So fasst der Hohe Rat in Jerusalem einen Grundsatzbeschluss: Besser, einen Einzelnen zu opfern als das ganze Volk ins Unglück laufen zu lassen.
Pressestimmen
Die mitreißende, aber auch erschreckende Gegenwärtigkeit des Prozesses zeigt, dass diese Geschichte so alt gar nicht ist.
Liebevoll aufbereitet wird die Gratwanderung bewältigt, dieses Thema so anzugehen, dass es seine Würde behält, aber gleichzeitig so spannend wie eine Liveberichterstattung von der Watergate-Affäre bleibt.
Sehr interessant gemacht, innovativ und brisant – und eine besondere Art, dieses doch recht oft behandelte Thema neu anzufassen. Man hört Liveberichte aus Kaiphas’ Palast, Augenzeugenberichte und Expertenkommentare.
Das war ein schönes und eindrucksvolles Beispiel für das, was Hörfunk vermag, wenn er Geschichte mit aktuellen Mitteln transponieren will, und ich wiederhole meinen von Bewunderung grundierten aufrichtigen Glückwunsch.
